The Linklifters

Kleine Helfer für deine Webseite

Ist Links kaufen wirklich “böse”?

6. November 2006

Mark von Tentatives verlinken stellt ebendiese plakative Frage und Uwe von Xplus-Web gibt auch gleich die passende Stellungnahme von Google wieder. Hintergrund ist, dass Suchmaschinen die Linkpopularität einer Domain als wichtigen Faktor für die Suchergebnisse berücksichtigen, und es – etwas sehr platt ausgedrückt – am liebsten hätten, wenn sämtliche Links nur “natürlich” gewachsen und nicht “gekauft” wären, weil letztere ja letztlich Werbung seien und das Ergebnis “verfälschen” würden.

Stuntdubl’er Todd greift den Gedanken auf und zerfleddert die Argumentation von Goolge auf sehr amüsante Art und Weise als unsinnigen “Link-Kommunismus” (leider nur auf Englisch). Frank vom SEO Marketing Blog hat dazu eine passende Übersetzung sowie noch eine Reihe von eigenen Punkten, die in die selbe Kerbe schlagen – und eine gewisse Doppelzüngigkeit von Google insbesondere im Hinblick auf AdSense entblößt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Google seinen Such-Index kontrolliert und demnach tun und lassen kann was es damit möchte. Und wenn Google eine Seite – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr mag, dann kann es gerne eine Seite aus seinem Index werfen. Zuletzt ist dies bei XT-Commerce (via Jojo, Gründe waren da nicht wirklich klar bzw. öffentlich, inzwischen wieder live) oder der Messe Leipzig (offenbar duplikativer Content mit der Seite Leipziger Messe) passiert.

Zugleich darf man nicht vergessen, dass Google auch immer einem Nutzer die bestmögliche Suche anbieten. Und ein solcher ärgert sich über Google, wenn er z.B. nach BMW sucht und die Seite nicht findet. Dabei interessiert es den User herzlich wenig, ob BMW – oder BMW’s Agentur – “wirklich richitg böse” ist und mit Cloaking gearbeit hatte – im Zweifel sucht er dann bei Yahoo oder Live oder sonstwem. Offenbar sieht Google das auch so, denn auf wundersame Weise war BMW auch in nullkommanix wieder im Index drin.

So kommt es letztlich nicht unwesentlich auf die Qualität des Content an, ob Link-Kauf böse ist oder nicht. Warum sollte Google einem Webmaster es übel nehmen, wenn dessen Seite mit atemberaubenden, sämtliche nur erdenklichen Fragen eines Suchenden zum Suchbegriff auf informativ-unterhaltsame, graphisch ansprechende Art erschöpfend beantwortenden Content auch mit ein wenig Link-Kauf nach oben kommt. Aber natürlich muss man noch viele weitere Maßnahmen des Link-Aufbaus zu ergreifen – dazu allerdings nächste Woche mehr.

27 responses to "Ist Links kaufen wirklich “böse”?"

  1. [...] 1. Ist Links kaufen wirklich “böse”? u.a.: So kommt es letztlich nicht unwesentlich auf die Qualität des Content an, ob Link-Kauf böse ist oder nicht. Warum sollte Google einem Webmaster es übel nehmen, wenn dessen Seite mit atemberaubenden, sämtliche nur erdenklichen Fragen eines Suchenden zum Suchbegriff auf informativ-unterhaltsame, graphisch ansprechende Art erschöpfend beantwortenden Content auch mit ein wenig Link-Kauf nach oben kommt. Aber natürlich muss man noch viele weitere Maßnahmen des Link-Aufbaus zu ergreifen – dazu allerdings nächste Woche mehr. [...]

  2. Crap Reader sagt:

    Warum sollte es böse sein? Nur weil Google es sagt? Wenn ich Werbung buchen will (Adsense z.B.) buche ich auch Text mit einem Verweis (hier mit javascript).
    Es sollte jedoch nicht nur wegen dem grünen Balken passieren.

  3. Uwe sagt:

    Nö Chris, ich gebe nicht die “Stellungnahme” von Google wieder (Google-Röhre ist Matt Cutts), sondern meine eigenen Gedanken zum Thema Link kaufen und was passieren könnte…

  4. chris sagt:

    @Uwe
    Ja, hast Recht, das hätt ich mal etwas genauer formulieren sollen. Aber “behumsen” ist ja ein schlimmes Wort. Ob das eine Zeitung wie die etwa die Zeit, die auf der Homepage im Footer auch schön diverse Textlinks verkauft, auch so nennen würde, wage ich mal zu bezweifeln…

    @Crap reader
    auch Dir geb ich Recht. Die gesamte “nofollow” Debatte ist sehr zweifelhaft, insbesondere die Gründe, die seinerzeit zur Einführung angeführt wurden. Fakt ist, dass vor der Erfindung des Trackings ALLE Links zur Link-Popularität beigetragen hatten.

  5. Uwe sagt:

    Na dann werde ich das in “vergooglehupfen” umbenennen :-)

    Das mit der ZEIT ist mir noch nicht aufgefallen und da hast Du vollkommen Recht, dies ist wirklich ein starkes Stück und vorallem was und wer dort im Footer verlinkt wird…

  6. chris sagt:

    Uwe, das machen fast ALLE Zeitungen – nur eben nicht immer auf der Homepage -, und zwar auch schon seit ewigen Zeiten. Früher war es einfach eine Liste der Firmen, die ein Inserat geschaltet haben, aus diesem wurden dann in der Online-Version Hyperlinks, und dann haben wiederum Werbekunden nur noch nach den Hyperlinks gefragt.

    Versuch mal einem Verantwortlichen bei einer Zeitung zu erklären, dass dies nun auf einmal “böse” sein soll bzw. “vergooglehupfing” darstellt. Deren Gesichtsausdruck kann ich mir gut vorstellen…

  7. Uwe sagt:

    Du weißt nicht zufällig was die für solch einen Footerlink löhnen?

  8. carsten sagt:

    uwe, genaue zahlen habe ich nicht. allerdings kann ich dir aus relativ sicherer quelle sagen, dass das zahlen sind, von denen wir nur träumen können.

    gruß

  9. [...] Sistrix hingegen weist auf die Gefahren der Linkvermietung hin, und Chris Schagen von Linklift hatte bereits zuvor Gegenargumente in seinem Blog gesammelt: Während Sistrix die Gefahr sieht, dass irrelevant gesetzte Links durch Linkvermietung einem Blog schaden, sieht Schagen dies gelassener, denn guter Content sollte dies kompensieren können. [...]

  10. [...] Ich hatte ja schon einmal dargestellt, dass ich selber das Kaufen von Links grundsätzlich dann nicht für “böse” halte, wenn der Content des Link Käufers eine hohe Qualität aufweist und der Publisher die Gelegenheit hatte, einen Kaufgesuch nach einer sorgfältigen Prüfung anzunehmen oder abzulehnen. Johannes von Sistrix stellt weiterhin heraus, das thematischer Bezug wesentlich ist, und ich kann mich dieser Meinung ebenfalls nur voll anschließen. Eine themenbezogene Verlinkung hilft nämlich nicht nur der verlinkten Webseite, sondern kann auch die thematische Authorität der verlinkenden Seite stärken – mal ganz abgesehen davon, dass eine solche thematische Verlinkung für den User natürlich wesenlich mehr Sinn macht. [...]

  11. [...] Kürzlich hatte ich ja schon einmal kundgetan, dass das Kaufen von Backlinks nicht die einzige Maßnahme im Rahmen des Link Marketing sein sollte, sondern ein Teil eines größeren Ganzen. [...]

  12. Finanzblog sagt:

    Ich habe zwar noch nie Links gekauft, kann mir aber – wie einige Vorredner hier bereits auch – gut vorstellen, dass gegen den Kauf von Links nichts einzuwenden ist, solange das gesamte Paket aus Content und sonstigen Marketingmassnahmen passt. Wer allerdings einzig und allein auf diese Massnahme zurückgreift, die nach Aussagen der Anbieter (unter anderem auch wunderbar auf der OMD nachzulesen gewesen), der darf sich nicht wundern, wenn er seine Seite eines Tages nur noch schwerlich oder überhaupt nicht mehr bei Google findet.

  13. Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen,
    es ist wie mit den meisten SEO Maßnahmen zuviel des Guten ist nicht mehr gut ;)

  14. Nico sagt:

    Ich schließe mich den Vorrednern an: die Mischung machts!

    Ansonsten bin ich der Meinung: Linkkauf ist nichts anderes als Linktausch gegen Geld! ;-)

    Grüße
    Nicos

  15. Das es böse ist, sagt wohl Google? Wenn ich Online-Werbung buche, ist das nichts anderes als ein Text mit einem Verweis. Was sollte daran schlecht sein?

  16. Ist zwar ein uralter Threat aber was solls, weil es dürfte immer noch aktuell sein. Was ist der Unterschied gekaufter oder getauschter Link?

  17. Christoph G. sagt:

    Für gekaufte Links erhält derjenige Geld dafür, dass er einen Link auf seiner Seite zur Verfügung stellt. Eine Rückverlinkung findet dabei nicht statt.

    Bei getauschten Links werden die beiden betreffenden Seiten gegenseitig verlinkt und niemand nimmt dafür Geld.

  18. axxelerate sagt:

    Warum sollte Linkkaufen böse sein???
    Ist Google der liebe Gott, der die Gesetze macht und bestimmt in Zukunft Google welche Werbeformen “erlaubt” sind ?
    Wahrscheinlich nur noch Adwords :-)

  19. ewg sagt:

    @axxelerate
    aja, da ist aber einer ganz dick dabei.

    hab mal ne seite die paar Mio Pis hat.
    und wo kommen die her? na vllt google?
    und wenn dich google aus dem index kickt wegen linkverkauf, na sind dann ca 90% weniger traffic = 90% weniger gewinn

  20. David sagt:

    Ich bin überzeugt davon, dass Google auf lange Sicht das Katz-und-Maus-Spiel gewinnen wird.. lassen wir uns überraschen..

  21. Bookmarks sagt:

    Backlinks von verschiedenen Bookmarks Webseiten sind immer noch geschätzt von den Suchmaschinen… und es ist oft kostenlos !
    Da auch nicht zu viel Backlinks generieren.

  22. Wenzel sagt:

    Ich lasse prinzipiell die Finger von Linkkauf .. bin bisher auch ohne ganz gut gefahren.

    Gruß

  23. Lidia sagt:

    Auch wir kaufen keine Links, wohl und gerne aber tauschen wir Themen relevante Blogbeiträge. Auch der Linktausch funktioniert recht gut…
    LG

  24. Linktausch sagt:

    Tja da fällt einem nur wieder ein!
    Der Mensch denkt, google lenkt.

    Wir nehmen an das google mit großer sicherheit irgendwann den sack zu macht und dann haben wir den salat. Lieber linktausch als linkkauf, ist ja auch günstiger!

  25. ortlieb sagt:

    Linkkauf? Ich lasse die Finger davon weg. Wie meinen 2 Vorrednern schon erwähnt haben, es gibt bessere Möglichkeiten dafür.

  26. Mike sagt:

    Also ich sehe das Ganze so. Wer viel für Backlinks ausgibt, wird sicherlich auch eine gute Internetseite haben die etwas anbietet. Google listet so viel Müll auf Top Positionen, da kann dafür locker Platz sein.

  27. Hey Mike, würde ich glatt unterschreiben. Wobei der Kauf eigentlich erstmal Prio 3 haben sollte, weil man so auch an tolle Backl. kommt – und das ganz ohne Geld…